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  • 3. Sep. 2007

    Alle 3 bis 5 Minuten saust ein Flugzeug über die nördlichste Landebahn des relativ neuen internationalen Flughafen Suvarnabhumi, Bangkok. Der Flughafen gehört zu den grossen internationalen Flughäfen, ist für viel Flugverkehr ausgelegt. 32 Gemeinden in unmittelbarer Nähe des Flughafens kämpfen um angemesse Entschädigung.

    Nach einem Bericht der Bangkok Post, versucht die Flughafengesellschaft, die Probleme der Anwohner, welche unter Fluglärm leiden, mit für uns sehr ungewöhnlichen Mitteln, zu lösen.

    Gegen schlaflose Nächte wurde zunächst Ohrstöpsel verteilt. Der medizinische Dienst des Flughafens versuchte später mit Schlaf- und Beruhigungstabletten die Lärmprobleme der Anwohner anzugehen. Atemprobleme der Anwohner, welche vermutlich von Flugabgasen ausgelöst werden, sollen die Anwohner durch den Kauf von Atemmasken angehen.

    Es gibt in dem Bericht der Bangkok Post keine Erwähnung von Lärmgrenzen, vorausgehende Lärmuntersuchungen u.ä. Massnahmen wie Schallschutzfenster, die im europäischen Raum gerne eingesetzt werden um Anwohner ruhig zu stellen, dürften in Thailand kaum die gleiche Wirkung zeigen. Viele Häuser sind in Thailand gar nicht als vollständig geschlossenes Bauwerk konzipiert. Übergänge zum Dach sind ebenso wie im Fussbodenbereich bei traditionellen Holzhäusern offen gestaltet. Selbst feste Häuser sind nicht mit deutschen Bauten vergleichbar. Mit Ein- und Zweifamilienhäuser vergleichbare Häuser haben nur die Wandstärke eines schmalen Steines, ca. 7 cm breit. Wärmeschutzmassnahmen, wie etwa in Deutschland, sind hier völlig unnötig und unbekannt. Dünne Wände können jedoch kaum einen guten Lärmschutz realisieren.

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