In den heissen Sommermonaten nach Schweden arbeiten gehen und durch Beerenpflücken sehr gutes Geld verdienen. Blaubeeren und Preiselbeeren. Wer schon einmal Blaubeeren oder Preiselbeeren gepflückt hat, weiss wie mühselig der Job ist. Schweden sind an einem derartigen Leistungsjob nicht sonderlich interessiert, der Rücken fängt schnell an zu schmerzen. Die thailändische Landbevölkerung ist es gewohnt, Reis zu pflanzen, wo man sich ebenfalls städig bücken muss, strecken und dehnen. Zudem haben Thailänder Geduld.
Laut einem aktuellen Bericht des Thailand Research Fund (TRF) sind 90% aller Strände der beliebten Ferieninsel Phuket faktisch in ausländischem Besitz. Ähnliche Verhältnisse sollen in anderen Touristengegenden wie Chiang Mai und Rayong herrschen. Nach thailändischer Gesetzgebung ist das gar nicht möglich, da Ausländer gar kein Land besitzen dürfen. Wie kann es dennoch zu diesen Besitzverhältnissen kommen?
Eine Passage im thailändiscchen Strafgesetzbuch, zum Schutze seiner Majestät des Königs von Thailand, wurde in der Vergangenheit missbraucht. Nicht selten wurde das Gesetz angeführt um missliebige politische Gegener einzuschüchtern oder in das Gefängnis zu bringen. Zwischen 3 bis 15 Jahre Gefängnisstrafe können verhängt werden, falls jemand Worte formuliert welche in irgendeiner Form gedeutet werden könnten, sie würden sich gegen den König richten, oder in anderer Form Missfallen am thailändischen Königshaus äussert.
Der 41-jährige Australier Harry Nicolaides hatte am 31. August 2008 keine Ahnung was ihn erwartete. Er wurde direkt am internationalen Flughafen von Bangkok, Suvarnabhumi verhaftet. Sein Vergehen: Majestätsbeleidigung. Nicolaides veröffentliche im Jahr 2005 ein Buch mit dem Titel “Verisimilitude”. Verkaufen konnte er nur 7 Exemplare. Einer Leserkritik in der Bangkok Post war zu entnehmen, dass die Novelle drei Sätze enthält, welche ihm nun zum Verhängnis wurden.
Es geht doch sehr viiel schneller als ursrpünglich angekündigt. Statt der verkündeten 14 Tage bis zur Aufnahem des Flugbetriebes wird nun Freitag der 5. Dezember als Stichtag genannt. Erste Flüge fanden jedoch schon gestern, am 3 Dezember statt. Der erste internationale Flug vom Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok startete mit 90-minütiger Verspätung nach Sydney.
Die Zahlen schwanken. Zwischen 250 000 und 350 000 Touristen aus dem Ausland und Thailand warten derzeit auf ihre Rückkehr. Täglich steigt diese Zahl, weil nur verhältnismässig wenige Touristen sich tatsächlich in der Lage sehen, das Land zu verlassen.
An der politischen Situation hat sich in den vergangenen Monaten nichts Wesentliches geändert. Zwei politsche Gruppierungen stehen sich gegenüber und finden keinen gemeinsamen Weg aus der Krise. Die Regierungspartei, die den Wahlkampf vor 11 Monaten mit zahlreichen gekauften Stimmen, vor allem in den armen und ärmsten Teilen der Bevölkerung, gewann. Die Regierungsgegner, vertreten durch die People Alliance for Democracy (PAD), die glauben, Wahlen in der bisherigen Form könnten nicht stattfinden, da die armen Bewohner Thailands nicht in der Lage seien politisch zu entscheiden. Die Regierungsgegner basieren vor allem auf der Mittelklasse, gut situierten Bürgern, die Demokratie nach eigenen Vorstellungen durchsetzen wollen.
Bei einem Feuergefecht zwischen thailändischen und kamboschanischen Soldaten sind am gestrigen Mittwoch 2 kambodschanische Soldaten getötet worden. Verwundet wurden 5 thailändische und 2 kambodschanische Soldaten. Kamboscha erklärt, es wurden 10 thailändische Soldaten gefangen genommen, Thailand dementiert.
Am heutigen Mittwoch wählte das thailändische Parlament Somchai Wongsawat mit 298 Stimmen zum neuen Ministerpräsidenten Thailands. Damit ist allerdings kein einziges Problem gelöst. Die oppositionelle Volksallianz für Demokratie (People’s Alliance for Democracy – PAD), erklärte bereits früher, dass die Proteste weitergehen bis die regierende People Power Party das Regierungsamt verlässt.
Nach 12 Tagen wurde heute am Sonntag, 14. September 2008, der Ausnahmezustand in Bangkok wiederrufen. Das entschied der thailändische Armeechef Anupong Paojinda gemeinsam mit dem provisorischen Regierungschef Somchai Wongsawat.