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  • 10. Oct. 2007

    “Die Thailänder sind nicht dick” steht in meinem Sprachführer Thai. Das ist sicherlich wohlwollend gemeint und trifft für den Grossteil der Thailänder zu. Doch immerhin 10 Millionen der rund 65 Millionen Thailänder sind fettleibig, stellt die WHO fest. Damit verbunden ist ein Zunahme von Herzerkrankungen, hoher Blutdruck, Diabetes und Krebs.


    Wenig Bewegung und der Konsum von Fastfood tragen wesentlich zu diesem Trend bei. Sicherlich trägt die Hitze in Thailand dazu bei, dass sich der Bewegungsdrang vieler Thailänder in Grenzen hält. Doch ist das natürlich keine Entschuldigung, denn viele Thailänder machen vor, dass man dennoch nicht fett sein muss.

    In Thailand sind längst die wohlbekannten, weltweiten Fastfood-Ketten präsent. Teuer und genauso wenig schmackhaft wie in anderen Ländern. Wer will kann aber auch im kleinen Laden bzw. Markt nebenan seine Fettportion bekommen. Fettes Fleisch am Fleischstand, Chips und andere Knabberzeugs, abgepackte Backwaren ,… Wer dazu neigt, Fett zu essen bekommt sein Fett. Ebenso wie Süssigkeiten für erschwingbares Geld.

    Nach meiner Auffassung ist Fettleibigkeit zu einem grossen Teil ein psychisches Problem. Viel Essen zähle ich zu den Suchtkrankheiten. Entsprechend schwierig ist es, eine Person langfristig davon zu überzeugen, weniger zu essen. Ja, ich weiss wovon ich spreche. Die Tochter meiner Freundin bringt mit ihren 14 Jahren und 1,50 m Körpergrösse bereits 125 Kilogramm auf die Waage.

    Fettleibiges thailändisches Mädchen

    Die Kids lernen hier in Thailand bereits in der Schule eine vernünftige, ausgewogene Ernährung. Das Wissen allein hilft leider nicht.

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    3 Kommentare »

    1. Milan schreibt:

      Hallo,
      also im Vergleich zu unserer heimischen Esskultur, sind die Thailländer bewusster eingestellt…

      Überall wo wir uns dort aufgehalten haben, war erstens die Küche sehr gut und ausgewogen!
      Zweitens ist der Prozentuale Anteil der “Dicken Bevölkerung” um “EINIGES” geringer als bei uns Mitteleuropäern!

      1. Sep. 2009 | #

    2. klaus schreibt:

      Hi Milan,
      ich empfinde es auch so, dass die thailändische Küche ausgewogen ist. Es hängt jedoch immer vom persönlichen Geschmack ab, was man daraus macht. Wer Vorlieben für fette und süsse Speisen entwickelt und nicht gelernt hat, Gemüse und Obst zu schätzen, wird bei nicht ausreichender Bewegung zwangsläufig zunehmen. Körperlich aktive Menschen sind selten dick, bekommen weniger Krankheiten und leben im Schnitt länger. Das gilt, glaube ich, überall auf der Welt.

      10 Mill. von 65 Mill. Fettleibige in Thailand sind allemal ein klares Warnzeichen, dass Umdenken in der Bevölkerung notwendig ist.

      2. Sep. 2009 | #

    3. ThaiGer schreibt:

      Eigentlich ist JEDE Küche ausgewogen. Es kommt einfach nur darauf an, wie man es handhabt. Wer sich hier in D was zu Essen macht, ist eben dumm, wenn er nur 2 Schnitzel brät und das Gemüse/den Salat weglässt. DAS ist nicht deutsche Küche, sondern persönliche Präferenz und Dummheit.
      Was die Fettleibigkeit angeht: Je wohlhabender ein Land ist, desto häufiger sind fettleibige Menschen. Das ist ein typisches Zivilisationsproblem. Auch in Thailand gibt es viele fettleibige Menschen – weniger in den armen ländlichen Gebieten, dafür umso mehr in den wohlhabenderen Gebieten…z.B. in Bangkok. Dieses Phänomen trifft man in allen Schwellenländern an, wo es auffallend große Einkommensunterschiede in der Bevölkerung gibt.

      Mit der Ausgewogenheit (oder nicht) der Küche hat das garnichts zu tun. Wer kiloweise mehrmals täglich ausgewogen mampft, wird fett.

      Seht Euch nur mal Thai-Frauen an, die aus ländlichen Gebieten nach Deutschland kamen. Einst gertenschlank werden viele von ihnen im Wohlstand dick(er)…auch wenn sie Thai kochen.

      Wäre Thailand ähnlich flächendeckend wohlhabend wie Deutschland oder die USA – die Fettleibigkeit wäre keinen Deut geringer als hier.

      15. Sep. 2009 | #

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