In Thailand gibt es ein interessantes Konzept zur Versorgung mit medizinischen Präparaten. Der Arzt verschreibt genau die Menge an Medizin, die er für die Behandlung für notwendig hält. Die Patienten bekommen auch genau diese Menge. Meist gleich beim Arzt. Der Arzt bzw. die Ärztin vefügt über ein kleines Portioniertischen. Dort werden die Medikamente entsprechend dem Bedarf des Patienten umgetütet. Aus der Originalpackung, die vielleicht 20 Tabletten enthält, werden die 6 oder 10 Tabletten herausgenommen, welche tatsächlich benötigt werden.
Die Patienten müssen nur die tatsächlich benötigten Tabletten bezahlen. Eigentlich logisch. Anders als im deutschen medizinischen Zwangssystem, wo immer komplette, ungeöffnete Verpackungen verschrieben und bezahlt werden müssen.
Eine Ausrichtung am thailändischen Modell könnte in Deutschland sicherlich einige Milliarden Euro pro Jahr sparen. Ganz abgesehen von der schwindenden Notwendigkeit, die nicht verbrauchte Medikamente sachgerecht zu entsorgen. Den Pharmagiganten wird dieses Modell sicher nicht gefallen. Für die Beitragszahler der Krankenkassen könnten sich jedoch spürbare Einsparungen ergeben.
Also ich will Thailand nicht schlecht machen. Aber wer schon mal dort war, der fragt sich dann natürlich und woher weiß ich, dass die Medizin nicht abgelaufen ist und hygienisch behandelt wird?
12. Jan. 2008 | #
Warst Du in Thailand auch mal beim Arzt? Wenn ja, wo?
Aus meiner Sicht stellen sich Deine Fragen nicht. Aus der Originalpackung wird vor Deinen Augen abgepackt. Ebenso erkennst Du die hygenischen Verhältnisse, die sich selbst beim Doktor auf dem Dorf nicht hinter den Verhältnissen in Deutschland verstecken müssen.
12. Jan. 2008 | #