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  • 13. Apr. 2008

    Weltkulturerbe gibt es auch in Thailand. 1991 wurde Sukhothai, die frühere Hauptstadt Siams, in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Ruinen und umfangreiche Parkanlagen sind zu besichtigen. Neben dem historischen Park von Sukhothai gehören auch die historischen Parks von Si Satchanalai und Kamphaeng Phet zum Weltkulturerbe.

    Sukhothai war im 13. und 14. Jahrhundert die erste Hauptstadt Siams. Das Königreich Sukhothai wurde 1238 gegründet. Wörtlich übersetzt heisst Sukhothai “Dämmerung der Glückseligkeit”. Das entsprach der damaligen geschichtlichen Entwicklung. Die Zeit von Sukhothai wird gern als “goldene Periode” beschrieben. Es gab Aufschwung in Kultur, Religion und Verwaltung. Besondere Entwicklung erlebte das Land unter König Pho Khun Ram Khamhaeng aus der Phra Ruang Herrscherfamilie. Er entwarf das heutige thailändische Schriftsystem und führte den Theravada-Buddhismus zum Erfolg. Glückliche Landsleute damals, sie brauchten keine Steuern zahlen. Der Handel war unbeschränkt. Bestrebungen der Nachfolger nach Unabhängigkeit wurden von Ram Khamhaengs Enkelsohn, Phra Maha Dharmaraja Li Thai, beendet. Er schrieb das Werk Tebhumikatha um Moral und Buddhismus zu lehren.

    Sokhothai wurde etwa 1438 an das südliche Nachbarkönigreich von Ayutthaya angegliedert.

    Der historische Park von Sokhothai stellt ein Meisterstück des ersten siamesischen Kulturperiode dar. Si Satchanalai im Norden und Kampaeng Pet im Süden stellten Grenzstädte des Königreiches von Sukhothai dar. Der Begriff Park ist aus deutschsprachiger Sicht etwas irreführend, wiel man sich darunter weitläufige Parklandschaften vorstellt, die natürlich auch architektonische Gebäude beinhalten können. Ein Park in diesen Sinne ist der Si Satchanalai Nationalpark mit immergrünem Wald. Ebenso der Ramkamhaeng Nationalpark. Die historischen Stadtkerne von Kampaeng Pet, Sukhothai und Si Satchanalai wurden zu historischen Parks erklärt. in diesen Parks findet man in geballter Form historische Gebäude, Tempelanlagen, bemerkenswerte Buddha-Statuen. Die Entfernung zwischen den drei historischen Stätten beträgt jeweils ca. 60-70 km. Dennoch lohnt es sich, jeden der drei Orte aufzusuchen. Dafür sollten drei Tage eingeplant werden um die Sehenswürdigkeiten nicht nur im Vorbeimarsch erleben zu können. Unterkünfte von sehr preiswert bis luxuriös sind zahlreich in der Region vorhanden. Über vernünftige Verpflegung braucht man sich, wie überall in Thailand, keine Gedanken machen. Das findet sich von selbst. Auf der nachfolgend verlinkten Website werden aber auch Listen mit Kontaktdaten für Übernachtung und Beköstigung angeboten, so dass man bereits im Voraus eine Wahl treffen kann.

    Weitere Sehenswürdigkeiten in diesem Gebiet sind u.a. heisse Quellen, ein Dorf das Marmorprodukte aus heimischem Marmor präsentiert, und diverse Produktionsstätten für traditionell, thailändischen Stoff.

    Introducion to the World Heritage (englisch)

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