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  • 12. Aug. 2008

    Der Muttertag in Thailand wird zum Geburtstag der Königin Sirikit begangen. Im Jahr 2551 buddhistischer Zeitrechnung begeht sie ihren 76 Geburtstag. Zahlreiche Zeremonien werden im ganzen Land zu ihren Ehren abgehalten. Der 12. August ist deshalb Feiertag in Thailand.

    Väterlicherseits ist Königin Sirikit die Uerenkelin von König Chulalongkorn, dem fünften Rama-König der Chakri-Dynastie.

    Es gibt zahlreiche Festveranstaltungen in Thailand, zu Ehren der Königin.

    Das Ministerium für Landwirtschaft hat z.B. eine alte Zeremonie wieder aufleben lassen. Die Verehrung von Mae Phosop, der Reisgöttin. Mit dem Ritual soll die Moral der Reisfarmer gestärkt werden und der gleichzeitg wird der Geburtstag von Königin Sirikit zelebriert. Die Zeremonie wurde vor 8000 Reisbauern auf einer königlichen Modellfarm abgehalten und von der Königin geleitet. Das Ritual widmete sich der Verehrung von Reis, der Reisernte, und die Lagerung der Reiskörner. Reis ist in Thailand Kultur, Tradition und Lebensunterhalt. Reis wird in 170 Länder exportiert.

    Königin Sirikit sorgt sich um Menschen und Natur. Eine sorge gilt z.B. der vorausgesagten weltweiten Wasserknappheit. Thailand hat viele Wälder die naturgemäss ein gutes Wasserspeicherverhalten zeigen. Es ist besser die Wälder zu schützen und zu pflegen als mit hohen Kosten Trinkwasser aus dem Meer zu gewinnen, lautet ihre Devise. Die Förderung von Wasserprojekten um Menge und Qualität von natürlichen Wasserresourcen zu erhalten sind ein Tätigkeitsschwerpunkt der Königin Sirikit.

    Königin Sirikit setzt sich auch für die Trennung von Staat und Religion ein. Obwohl in Thailand mehr als 95% der Bevölkerung dem Buddhismus zugerechnet werden, soll dieser keine Staatsreligion werden. Eher soll der König Schirmherr aller Religionen sein.

    Königin Sirikit ist seit 1956 Präsidentin des thailändischen Roten Kreuzes. In dieser Funktion setzte sie sich für ca. 40 000 Flüchtlinge ein, die 1979, während des Völkermordes der Roten Khmer, über die Grenze nach Thailand flüchteten. Königin Sirikit setzt sich immer wieder für die muslimische Minderheit im Süden Thailands ein. Dort herrscht seit 2004 Bürgerkrieg. Fast täglich kommen dort Menschen ums Leben.

    Königin Sirikit sorgte für eine Wiederbelebung der Tradition thailändischer Trachten. Sie trug zu vielen Anlässen und Auslandsreisen sorgfältig ausgesuchte Trachten und machte diese dadurch bekannter. Die Nachfrage nach thailändischer Seide, Stoffe und Kleidungsstücken stieg.

    Seit 1976 gibt es unter Schirmherrschaft von Königin Sirikit ein Projekt zur Föderung von Kunsthandwerk. Damit wurden viele Dörfer in die Lage versetzt sich aus der Abhängigkeit von Spenden zubefreien und selbst zu produzieren. Gefördert wurden vor allem: Brokatweben, Bronzearbeiten, Bambusverarbeitung, Bildhauerei, Damenschneiderei, Emaillearbeiten, Flechten von Körben aus Wasserhyazinthen, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Holzverarbeitung, Keramikmodellieren, Landmaschinen-Reparatur und Wartung, Lederschnitzereien, Lederverarbeitung, Miniaturpuppenfertigung, Mattenflechten, Nylonartikel, Obstkonservierung, Rattanarbeiten, Herstellung von Stoffen, Seidenweberei, Teppichknüpfen, Stickereien aller Art, Thai-Motivgestaltung und das Zimmererhandwerk.

    Muttertag in Thailand ist aber auch das, was man in der westlichen Welt heute macht. Mütter werden mit kleinen Geschenken geehrt. Es finden aber auch öffentliche Veranstaltungen zur Unterhaltung statt. Erlöse werden für wohltätige Projekte der Königin verwendet.

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