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  • 18. Aug. 2008

    Seit der Fussabdruck Buddhas gesichtet wurde, herscht am Felsen von Phangam reges Treiben. Alles wird für die kommenden Besucherströme vorbereitet. Zunächst wird der Fussabdruck unter Glas gehalten. Der Fussabdruck Buddhas ist für das Wat sicherlich zu wertvoll um der Witterung schutzlos preisgegeben zu werden. Zumal immer mehr Goldplättchen im Fussprofil abgelegt werden.


    Buddhas musste sich offenbar am Felsen abstützen und hinterliess auch noch seinen Handabdruck. In direkter nähe des Fussabdruckes. Kann es grösseren Segen geben?

    Damit die Besucher sicheren Fusses die heilige Stätte erreichen, wird eine Betontreppe gebaut.

    Die Bauarbeiter sind freiwillige Helfer aus dem Dorf Phangam. In Thailand nennt sich u.a. freiwillige Arbeit für das Wat Thambun. Übesetzt bedeutet Thambun, “Etwas Gutes tun”.

    Nach buddhistischer Lehre soll jeder Mensch mehr geben als nehmen. Thambun bedeutet, in vielfältiger Form zu helfen und freigiebig zu sein. Thambun birgt auch die Hoffnung auf ein ruhiges, sorgenfreies, oder zumindest sorgenarmes Leben. Wer im Leben viel Gutes getan hat, bekommt grössere Chancen im nächsten Leben als Mensch wieder geboren zu werden. Tut man nicht so viel Gutes, wird man mit höherer Wahrscheinlichkeit als Tier oder Insekt ins nächste Leben treten.

    Die Betontreppe wird den Berg weiter hoch geführt. Dort wird eine Höhle für die Besucher zugänglich gemacht. Momentan ist der Weg zur Höhle sehr beschwerlich. Der Lehmboden ist – jetzt in der Regenzeit- in seiner Konsistenz mit Schmierseife vergleichbar. In der Höhle wurde bereits Licht installaliert. So lassen sich die Tropfsteingebilde besser besichtigen.

    Dennoch hat die Höhel einen Hauch von Abenteurlichkeit. Bis auf das Licht ist sie unerschlossen.  Wahllos herumliegende Felsbrocken, die sich irgendwann einmal von der Höhlendecke gelöst haben, verlangen  ordentliche Kletterleistung von jedem Besucher ab. Höhlen Thailand behalten nach meiner Erfahrung generell mehr von ihrer Ursprünglichkeit als in Deutschland. Längst nicht jede Höhle wird mit stationärem elektrischen Licht ausgerüstet. Mitunter findet man den Weg, indem Begleiter mit Grubenlampen den Weg leuchten.

    Wer weiss was die Hoehle noch hergibt. Mitunter sind es ziemlich kleine Öffnungen, die den Weg in weitere Kammern der Höhle freigeben. Vielleicht da unten, in der Finsternis?

    Während die Bauarbeiten noch lange Zeit dauern werden, läuft die Vermarktung des Fussabdruckes bereits professionell. Es werden Andenken in Form von Miniaturfussabdrücken angeboten.

    Postkarten gibt es ebenfalls:

    Morgen kommen Vertreter der regionalen Tageszeitung und werden die Kunde vom Fussabdruck Buddhas weitertragen.

    Siehe auch:
    Buddhas Fussabdruck

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